Das Shagya-Blut im internationalen Sport
Im bekannten Studbook Zangersheide deckt der Shagya-Araber-Hengst
Bachus Z, der übrigens als der Ramzes der 90er-Jahre bezeichnet
wird. Der Hengst Bachus Z gewann mit Bo Kristoffersen unter anderem
1996 den Grand-Prix von Hamburg sowie das nationale Championat von Dänemark.
Die 14jährige Schimmelstute White Girl errang unter ihrem ständigen
Reiter Peter Thomsen die Nominierung für die Teilnahme an den olympischen
Spielen in Atlanta und wurde von der Reiter Revue zum «Pferd des
Jahres» ernannt. Sie trägt den Trakehner-Brand und hat als
Vater den bekannten Shagya-Araber Bajar. Ghazzir, ein in Deutschland
und der Schweiz anerkannter Shagya-Araber-Hengst, auch er ein Bajar-Sohn,
hat in den Jahren 1989 und 1990 beim Bundeschampionat im Military jeweils
den 11. und 10. Platz errungen. Ein anderes Vielseitigkeitspferd das
in Atlanta eine Bronzemedaille holte, nämlich der für Neuseeland
startende Trakehner Jägermeister II, führt ebenfalls zu 25%
Shagya-Araberblut.
Das Landgestüt in Celle unter Freiherr v. Stenglin erwarb den Shagya-Araber
Czardas der 5 gekörte Söhne für das Landgestüt (72
Stut- und 58 Hengstfohlen für die Hannoverschen Zucht) lieferte.
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10. November 2008
FEI World Endurance Championship
FEI Distanzreit-Weltmeisterschaft in Terengganu, Malaysia
Von den 140 gemeldeten Reiterpaaren bestanden 126 die Vorkontrolle
und somit die Starterlaubnis, um bei tropischen Verhältnissen die Herausforderung
von 160 km unter die Hufe zu nehmen. Die Utzigerin Veronika
Münger mit Jannik ging mit der Startnummer115 ins Rennen.
Sieben Schlaufen zwischen zehn und 28,8 Kilometer waren zu reiten.
Nach jeder Schlaufe hatte der Reiter sein Pferd jeweils im Vet-Gate einem
Tierarztcheck zu unterziehen. Dabei prüfen Veterinäre den allgemeinen
Gesundheitszustand des Pferdes. Puls, Atmung sowie metabolische
Werte werden kontrolliert und das Pferd auf eine allfällige Lahmheit
geprüft. Nur wenn das Pferd für die nächste Etappe freigegeben
wird und nachdem die festgelegte Zwangspause eingehalten wurde,
darf das Reiterpaar zur nächsten Schlaufe starten.
Beim Start des Rennens brannte die Sonne unerbittlich vom
Himmel und bescherte Pferd und Reiter arge 36 Grad. Das erste
Vet-Gate passierte das Schweizerpaar gut. Vroni Münger hielt
sich wie beabsichtigt in der zweiten Hälfte des Feldes mit einer
Geschwindigkeit von rund 14 Stundenkilometern.
Auf dem zweiten Abschnitt begann es zu regnen, und dies nicht
zu knapp. Die Wettervorhersagen meldeten gar Sturmböen für
die Nacht. In der Zwischenzeit war es auch dunkel geworden
und die sintflutartigen Regenfälle verwandelten den Boden in
ein riesiges Schlammbeet. Unter diesen widrigsten Bedingungen
- Schlamm, Sturm und Regen - hatten die Reiter die Weltmeisterschaft
austragen.
Es hat nicht sollen sein
Von den 126 gestarteten Reiter erreichten lediglich 48 das Ziel.
Leider musste sich auch unser Team aus der Schweiz zu den 62
Prozent der Geschlagenen geben. Das «Aus» für die Beiden kam
nach der zweiten Schlaufe. Die Tierärzte stellten bei Jannik nach
knapp 60 Kilometer eine Lahmheit fest und zogen ihn daher aus
dem Rennen.
Obwohl enttäuscht über den Ausfall, ist Veronika Münger froh,
dass Jannik kurze Zeit später in der Boxe bereits wieder fit war.
Erfahrung an einer solchen Weltmeisterschaft sammeln zu können
ist etwas Einmaliges und wird ihr auf dem weiteren Weg
zum Erfolg sicherlich hilfreich sein.
Regula Bodenmann
Jannik, 1997, CH-Zug
von Mersuch XIX, 1977, Jegalia
aus der Jourkaida, 1982, D-Ostbevern
Züchterin: Christa Reiner, Zug
Besitzerin und Reiterin: Veronika Münger, Utzigen
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24. Oktober 2008
Gabi Haldemann berichtet über Wissenswertes zu Shagya-Arabern im Distanzsport.
Jamal hat seinen ersten Internationalen Endurance Ritt CEI2* 105 km mit Ueli auf dem 3. Rang beendet und den Preis am folgenden Tag für Best Condition gewonnen.
Das Bild zeigt den packenden Finish, den das Paar gegen den 4. Platz für sich buchen konnte.
Vroni Münger und Jannik sind gut in Malaysia angekommen, sie bereiten sich auf die WM vor.
INFOS sind unter www.veronikahaeusler.ch online.
Angi Stutz hat mit Nabéa du Cavallon, 1999, F-Bougnon den 2. Platz an der
SM 120 km erreicht.
Nächstes Jahr, vom 4. bis 6. September, findet in Bábolna die Junioren WM über 120 km statt.
Jamal, 2001, CH-Kloten, Wallach
von Koran II,1976, D-Neuhaus
aus der Joanna, 1993, CH-Zug
Züchter und Besitzer: Gabi und Ueli Haldemann, Winkel |
Siglavy Bagdady VIII-1, Weltmeister der Distanzreiter in Aachen 2006!
Sensationell gewann der 33-jährige Spanier Miguel Vila Ubach den Weltmeisterschafts-Einzelwettbewerb der Distanzreiter über 160 km, mit dem Shagya-Araberwallach Siglavy Bagdady VIII-1, alias «Hungares». Die Siegerzeit betrug 9 Stunden, 12 Minuten, 27 Sekunden. Die Zweitplatzierte Virginie Atger aus Frankreich benötigte fast vier Minuten mehr als der Sieger. Die Drittplatzierte Elodie Le Labourier war mit ihrem 16-jährigen Araber nur eine Sekunde hinter Atger im Ziel eingetroffen. Mit dieser, auf dem dritten Rang und dem auf dem 5. Rang platzierten dritten Franzosen gewann die französische Equipe die Mannschaftswertung vor dem Schweizer Silbertrio.
Siglavy Bagdady VIII-1 wurde 1998 in Bábolna geboren und im Jahre 2004 nach Spanien verkauft, wo der Wallach für die Distanzreiterei trainiert wurde.
Aber schon in Bábolna war «Hungares», wie er in Spanien genannt wird, der «special training-education method» unterzogen worden. Überaus interessant ist das Studium des Pedigrees von Siglavy Bagdady VIII-1. In der vierten Generation sind nur vier Vollblutaraber der 16 Ahnen zu finden und im Pedigree der Mutter ist der Grossvater von Bajar, Sultan, vier mal aufgeführt. Und da gibt es allen Ernstes noch sogenannte Kenner der Rasse, die behaupten, der Shagya-Araberrasse würde ein bisschen fremdes Blut gut tun!
Wenn es noch eines Beweises der Härte des Shagya-Araber bedurft hätte, so hat die Leistung dieses Siglavy Bagdady dies nachhaltig dokumentiert.
Untermauert werden diese Weltmeisterehren auch mit noch vielen weiteren überragenden Leistungen anderer Shagyas aus ganz Europa in der Distanzreiterei.
So bleibt uns denn nur noch, dem Wallach Siglavy Bagdady VIII-1, dem Gestüt Bábolna seinem Züchter sowie seinem Reiter Miguel Vila Ubach ganz herzlich
zum Weltmeistertitel zu gratulieren. (bf)
Magdan Tihama, Schweizer Meisterin der Distanzreiter 2007
Und wir gratulieren der Schweizer Meisterin der Distanzreiter!
28. bis 30. September 2007 in Hüntwangen (CEI*** 138 km)
Magdan Tihama, ShA, 1997, H-Kereki, S, Schimmel
Vater: Magdan, AV, 1976, Tersk, von 121 Nabeg, 1966, Tersk aus der 327 Molva, 1971, Tersk
Mutter: 1564 Shagya LIX-4, ShA, 1990, Mangalia, von Shagya LIX, 1982, Mangalia aus der 659 El Sbaa VIII-23, 1983, Mangalia.
Besitzerin: Gaby von Felten
Reiterin: Veronika Münger
Joanna, Teilnehmerin der WM der Distanzreiter in Dubai 2005
Sie steht derzeit wieder in der Zucht, ist aber ein überaus erfolgreiches Distanzpferd und hat an der WM in Dubai das Rennen als beste Schweizer Teilnehmerin beendet.
Joanna, ShA, 1993, CH-Zug, von Amor Gazal XII (Báb), 1971, D-Ankum,
aus der Jourkaida, 1982, D-Ostbevern
Züchterin: Christa Rainer, CH-Zug
Besitzerin: Gabi Haldemann, CH-Winkel
Bahadur, 2 x Vizechampion Vielseitigkeit Schweiz (kleine Tour)
Bahadurs Sporterfolge sind so vielseitig wie der Hengst selber. Hier ein kleiner Auszug aus seinen fast 200 Platzierungen und Siegen:
1995 Futurity Dressur Champion
1996 Europachampion Dressur Shagya, Silbermedaille Schweizer Meisterschaft Vielseitigkeit, kleine Tour
1997 Silbermedaille Schweizer Meisterschaft Vielseitigkeit, kleine Tour
1998/1999 Promotion Finale, Silbermedaille Vielseitigkeit
Ab 1998 CIC* und CCI* Platzierungen, jeder Start in der Top Ten platziert.
Nach 13 Jahren erfolgreichem Einsatz wurde Bahadur nach einem schweren Unfall (Schädelbruch) 2008 aus dem Sport zurückgezogen. Er geniesst seine
Trainingseinheiten, sei es auf der Rennbahn oder im Militarygarden Avenches, noch immer und ist voller Elan und Leistungswillen. Daneben ist er ein absolut
zuverlässiger Lehrer, denn unser Sohn David reitet Bahadur und die beiden sind ein tolles Paar! Wer weiss, vielleicht sehen wir die beiden eines Tages auf
dem Turnierplatz wieder.
Sabine Uschmann
Bahadur, ShA,1991, CH-Himmelried, von Herold 1972, D-Ankum, aus der Bajgala,1983, CH-Himmelried.
Züchterin: Ursula Rahm, CH-Himmelried
Besitzerin: Sabine Uschmann Maurer, CH-Rünenberg.
Saphir I, Shagya II (Báb), Gewinner des Bajerischen Löwen in Kreuth
für die beste Gesamtleistung in der Dressur. Und zahlreiche weitere Erfolge im Turniersport.
Saphir I, Shagya II (Báb), ShA, 1985, D-Erftstadt, von Shagya XXXIX-11, Shagya I (Báb), 1973, D-Hassel, aus der Nicola (D) Gazal VII-2, 1966, Bábolna.
Züchter: E.W. Contzen, D-Erfstadt-Konradsheim
Besitzerin: Mirjam Krasensky Frei, CH-Kyburg.
Shagya-Blut im Schweizer Springsport
Schlussendlich bleibt auch zu erwähnen, dass zwei
der erfolgreichsten Springpferde in der Schweiz, nämlich die beiden
Schimmel Corso und Calvaro, Shagyablut in ihren Abstammungen führen.